ICT-Flop beim VBS wirft weitere Fragen auf

Vor rund zwei Wochen hat das VBS mitgeteilt, dass das Führungsinformationssystem (FIS) Heer definitiv nicht mit mobiler Telekommunikation ausgebaut wird. Damit müssen 125 Millionen Franken abgeschrieben werden. Die sicherheitspolitische Kommission des Ständerates liess sich von Bundesrat Guy Parmelin ausführlich über den Entscheid informieren, verlangt nun aber weitere Auskünfte.
 
Insbesondere will sie wissen, wie es zur Abschreibung der 125 Millionen Franken kommen konnte, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilte. Auch wünscht die Kommission Details zur Chronologie der Entscheide. Die Diskussion soll deshalb voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 fortgesetzt werden.
 
Das 700 Millionen Franken teure FIS Heer für die vernetzte Einsatzführung funktioniert zwar an fixen Standorten und im halbmobilen Betrieb. Die Funkgeräte haben aber eine zu geringe Bandbreite, um im mobilen Bereich die Datenmenge in der notwendigen Zeit zu übertragen. Dies habe sich auch mit den Geräten der neuesten Generation nicht geändert, schrieb das VBS. In der Vergangenheit hatte es auf die technische Entwicklung gehofft. (kjo/sda)