Alibaba wird Cloud-Provider der Olympischen Spiele

Die Alibaba Gruppe wird Cloud-Provider und gleichzeitig Sponsor der Olympischen Spiele. Der Konzern hat dies im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos gemeinsam mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK) angekündigt. Alibaba wird der offizielle "Cloud-Services-" und "E-Commerce-Platform-Services-"Partner sowie Gründungspartner des Olympic Channel. Die Partnerschaft gilt bis 2028, schreibt Alibaba in einer Mitteilung. Der chinesische Konzern wird somit Sponsor für die nächsten sechs Olympischen Spiele. Die nächsten drei finden in Asien statt: Südkorea (2018), Japan (2020) und China (2022). Die Austragungsorte für die drei Spiele darauf werden vom IOK erst noch bestimmt.
 
Die Partnerschaft ist ein deutliches Zeichen, dass Alibaba nicht nur im E-Commerce-Geschäft sondern auch im Cloud-Business expandieren möchte. Die Olympische Spiele bieten dem Unternehmen eine Plattform, die eine weltweite Bekanntheit nahezu garantiert. Der französische Dienstleister Atos ist weiterhin offizieller IT-Partner.
 
Mindestens 600 Millionen Dollar
Im Rahmen des Sponsorings soll Alibaba die Olympische Bewegung in "die digitale Zukunft" begleiten, schreibt das Unternehmen. Der chinesische Konzern wird eine E-Commerce-Plattform für den Verkauf von Werbe- und Fanartikeln betreiben. Hinzu kommen Leistungen aus der Alibaba Cloud, darunter Cloud-Rechenleistung, um beispielsweise Big-Data-Analysen durchzuführen. Alibaba bietet ausserdem einen DDoS-Schutz sowie ein Online-Video-Portal, das sich an ein weltweites Publikum richtet. Mit der Unterstützung von Alibaba solle das Portal aber insbesondere auf das chinesische Publikum zugeschnitten werden.
 
Das finanzielle Volumen der Vereinbarung wird in der Mitteilung nicht genannt. Der Sponsoring-Deal habe einen Wert von 800 Millionen US-Dollar, sagte ein Insider zu 'Bloomberg'. Die 'Financial Times' schätzt das Sponsoring auf einen Wert von mindestens 600 Millionen Dollar. (kjo)