Martin Frick übernimmt die Macht in Generali-IT

Im Zuge der Modernisierung zentralisiert die Generali weniger Mitarbeiter in Adliswil und beruft Martin Frick an die Spitze der neuen Abteilung "Operations & IT".
 
Zum Jahresanfang hat die Generali Schweiz Holding die Abteilung Operations & IT neu gegründet. Chef der Abteilung wird Martin Frick, der die Position zum 1. Februar antritt und in die Geschäftsleitung berufen wurde. Bekanntlich ist Generali bereits seit letztem November dabei umfassende Modernisierungs-, Umbau- und Abbaupläne umzusetzen. Wobei Generali soeben mitteilte, statt der zunächst geplanten 108 jetzt nur 60 Arbeitsplätze von Nyon an den Hauptsitz nach Adliswil zu verlagern.
 
Die Neueinschätzung geht auf soeben beendete Gespräche mit der Belegschaft zurück. Nach diesem Konsultationsverfahren habe die Geschäftsleitung die Situation neu beurteilt, heisst es. Die beteiligte Gewerkschaft Unia begründet das Umdenken auch damit, dass "das Personal während zwei Halbtagen in den Ausstand" getreten war. "Das sei ein "bisher einmaliger Vorgang im Schweizer Versicherungswesen", so Unia weiter.
 
Neues und altes Personal
Die seit 2012 amtierende IT-Chefin, Dominique Covolo, ist per Ende 2016 zwar aus der Geschäftsleitung ausgeschieden, wird aber weiter für Generali arbeiten. Im ersten Monat war der Sektor Operations & IT von CEO Andreas Krümmel geführt worden. "Der neue Bereich und die neue Funktion ist notwendig, um die neue Strategie umzusetzen", erklärt Generali-Sprecher Mischa Vajda auf Anfrage. Generali mit seinen 2088 Mitarbeitenden in der Schweiz will rund 100 Millionen Franken in die Modernisierung investieren und seine Organisationsstruktur verschlanken und fokussieren. Covolo wird übrigens weiterhin für die IT zuständig sein, während die Gesamtverantwortung für den neuen Bereich bei Frick liegt, fügt Vajda an.
 
Der 53-jährige Frick studierte Physik und blickt laut einer Mitteilung auf über 20 Jahre Erfahrung als IT-Spezialist auf Führungsebene in verschiedenen Branchen zurück. Der Vater von drei Töchtern, der in Zürich und Graubünden lebt, habe zuletzt als CIO des Fintech-Inkubators Indigo Digital in Zürich gearbeitet und sei davor General Manager BPO bei Avaloq gewesen. Ausserdem habe er als COO für kontinental Europa bei Xchanging in Frankfurt, als CIO bei Avis Europe in London und als CIO der Winterthur Insurance Group im Einsatz gestanden. (vri)