UPC hat weiteres Kabelnetz übernommen

Kaum hat UPC den Zuschlag für den Bau des WAN der Zürcher Notariate und Gerichte und die Übernahme des Glasfaserkabelnetz der Genossenschaft der Gemeinschafts-Antennenanlage Euthal (GGAE) kommuniziert, kommt der nächste Zukauf. Soeben teilt UPC mit, dass auf Anfang Jahr die Mehrheitsbeteiligung der Gemeinde Onex an TéléOnex übernommen worden sei. 49 Prozent der Unternehmensanteile habe man bereits gehalten und werde nun alleiniger Eigentümer, heisst es in einer Mitteilung. Das Glasfaserkabelnetz decke nahezu 95 Prozent der südwestlich von Genf gelegenen Gemeinde ab und umfasse 6'350 Abonnenten.
 
UPC – damals noch Cablecom – ist bereits seit 2005 in Onex vertreten. Damals ging es noch um die Aufrüstung des Kabelnetzes. Den Verkauf begründet man bei der Gemeinen jetzt damit, dass so "die Zukunft des Netzes sichergestellt" werde. Für die Kunden von TéléOnex soll sich denn auch nichts ändern, wobei UPC verspricht, neue Dienstleistungen zu entwickeln.

Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. UPC betont aber, die Übernahme stehe im Zusammenhang mit "der Investitionsstrategie in der Westschweiz und hier insbesondere im Kanton Genf". Dabei sei jedoch zu beachten, dass der Zukauf nicht aus Mitteln des "Autostrada" (Highspeed-Datenautobahn) genannten Investitionsprogramms von 250 Millionen Franken für die Neuerschliessungen von Schweizer und österreichischen Haushalten finanziert werde, stellt UPC auf Anfrage klar. (vri)