IBM hat keine Freude am Home Office

Wie 'The Register' exklusiv berichtet, lässt IBM die Angestellten in den USA nicht mehr im Home Office arbeiten. Demnach wurden die Marketing-Mitarbeitenden in den USA aufgefordert, in einem von sechs Standorten zu arbeiten. Falls sie dies nicht wollen, werden sie vor die Tür gestellt, so der Bericht. Die IBM-Angestellten hätten 30 Tage Zeit, sich zu entscheiden. Ein Video, das sich an die Mitarbeiter richtet, ist inzwischen online aufgetaucht. Darin wird argumentiert, dass "Face to Face" bessere Arbeit verrichtet werden könne und dass Hürden überwunden werden sollten. Laut dem Bericht vom 7. Februar sind die Marketing-Mitarbeitenden in den USA betroffen.
 
Ein Tag später schreibt 'The Register' mit Berufung auf einen Insider, dass dies auch die US-Angestellten in der Software- und Systems-Division betrifft. Diese müssten vermutlich an einen von drei Standorte wechseln.
 
IBM, selbst Hersteller von Collaboration-Lösungen, argumentiere, es gehe darum, die Produktivität zu steigern und IBM wettbewerbsfähiger zu machen. Den Quellen von 'The Register' zufolge handle es sich aber um eine schlichte Ausrede, Stellen abzubauen. Bestimmt sind nicht alle Angestellten bereit, umzuziehen. Insbesondere da mit dem Standortwechsel keine Lohnerhöhung verbunden sei, wie 'Silicon' schreibt. Immerhin aber gebe es einen kleinen Zuschuss für die Umzugskosten.
 
Quellen von 'The Register' zufolge soll die Massnahme aber auch auf Europa ausgeweitet werden. Auf mehrere Anfragen des UK-Magazins wollte sich IBM nicht zum Bericht äussern. (kjo)