Prozess gegen ehemaligen CIO des Kantons Luzern beginnt

Morgen Mittwoch wird der Prozess gegen den ehemaligen Chef der kantonalen Dienststelle Informatik in Luzern beginnen. Im März 2013 hatte die Regierung nach mehreren Gutachten eine Strafanzeige wegen ungetreuer Amtsführung gegen den ehemaligen CIO eingereicht. Unter seiner Leitung soll zwischen 2009 und 2011 in mehreren Fällen Recht verletzt worden sein, teilte die Staatsanwaltschaft nach Ermittlungen 2015 mit. Der heute 49-Jährige soll mit Lieferanten der Dienststelle "Provisions- und Tippgeberverträge" geschlossen und bei der Erteilung von Aufträgen privat Provisionszahlungen eingestrichen haben. Des Weiteren kommt es zu einer Eventualanklage wegen Vorteilnahme und Urkundenfälschung. Diese wird erhoben, falls die Hauptanklage vom Gericht verworfen wird. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Deliktsumme in der Höhe von 323'000 Franken aus.
 
Gestern hatte der Luzerner Regierungsrat mitgeteilt, dass man Massnahmen in die Wege geleitet habe, um die langwierigen Missstände in der Dienststelle Informatik in den Griff zu kriegen. (ts)