27 Banken auf einer Finnova-Plattform

Esprit Bankengruppe verlängert mit Swisscom und nimmt weitere Kleinbanken ins Finnova-Boot.
 
Letztes Jahr ist der Esprit Banken-IT-Verbund gewachsen. Dazu gestossen sind zehn kleine Regionalbanken. Nun hat die Gruppe aus nunmehr 27 Banken einen wichtigen Beschaffungsentscheid getroffen. Die Esprit Banken verlängern den Outsourcing-Vertrag mit Swisscom und beziehen die Kernbankenlösung von Finnova und weitere IT-Leistungen bis mindestens 2022. Dabei wird die Lenzburger Software als Mandanten für die 27 kleinen und sehr kleinen Banken geführt. Sie migrieren also alle auf einen neue, gemeinsame Version der Kernbankenlösung aus Lenzburg.
 
Teil des Projekts ist der Austausch der gesamten Infrastruktur. Die Hersteller von Servern und Speicher dürfen sich also auf eine grössere Ausschreibung freuen. Swisscom liefert und betreibt zudem 1950 PC-Arbeitsplätze an 160 Standorte. Das Integrationsprojekt, das bis 2022 wohl ein Volumen von etwas unter 100 Millionen Franken hat, soll Ende 2018 abgeschlossen sein.
 
Vorgeschichte: Rebellion gegen die Berner KB
Seit 2005 betreibt Swisscom das Bankensoftware-Paket von Finnova für den "Esprit" Bankenverbund. Die elf Banken waren aus dem RBA-Verbund ausgetreten, weil sie das von der Berner KB angeführte Abenteuer, eine eigene Software zu entwickeln, nicht mehr mitmachen wollten. Später haben sich weitere Banken dem Bündnis angeschlossen. (hc)