Besser operieren mit HoloLens

Das Berner Insel Spital erprobt zusammen mit Netcetera wie man Microsofts HoloLens in der Chirurgie einsetzen könnte.
 
Microsofts digitale Brille HoloLens hat weltweit die Phantasie von Entwicklern geweckt. Mit der Brille kann man virtuelle Welten im realen Raum visualisieren.
 
Naheliegend wäre der Einsatz der HoloLens in der Chirurgie. Denn mit ihr kann man innere Strukturen des Körpers, die man mit CT- oder MRI-Scans erfasst hat, bildlich darstellen.
 
Genau daran arbeitet ein Team von Professor Andreas Raabe von der Universitätsklinik für Neurochirurgie zusammen mit Netcetera. Eine erste konkrete Anwendung wäre die Visualisierung des Befundes und damit die Planung der Operation in der Neurochirurgie. Man kann die Daten der Scans in verschiedene Segmente zerlegen, einfärben und in Echtgrösse und 3D visualisieren. Weil die zu operierenden Teile des Gehirns räumlich dargestellt werden, kann der Chirurg sich die Situation besser vorstellen und die Operation besser planen.
 
Netcetera hat dazu eine Applikation entwickelt. Sie läuft direkt auf der HoloLens, auf die die Patientendaten und Scans geladen werden.
 
Wie Netcetera auf der Webpage schreibt, wollte man in einem ersten Schritt herausfinden, ob die HoloLens die Daten der Scans und die komplexen Modelle verarbeiten kann. Sie kann. Damit sei der praktische Einsatz des vom Insel Spital und Netcetera entwickelten Prototyps nur noch eine Frage der Zeit, schreibt das Software-Haus.
 
Netcetera-Experte Reto Grob hat letzten September seine ersten Erfahrungen mit der HoloLens in unserer Tech-Kolumne "In the Code" ausführlich beschrieben. (hc)
 
(Interessenbindung: Netcetera ist seit über 12 Jahren unser geschätzter Technologiepartner.)