Raiffeisen steckte 2016 109 Millionen in IT-Grossprojekt

Screenshot einer Folie, die Raiffeisen-Chef Patrik Gisel heute zeigte.
Erst "Readiness", dann "Fitness" und Ende Jahr die ersten Go-Live mit der neuen Kernbanken-Lösung für Raiffeisen-Banken.
 
Die Ablösung des Uralt-Bankensystems Dialba bei den Raiffeisen-Banken dürfte eines der grössten aktuellen IT-Projekte in der Schweiz sein. Raiffeisen baut bekanntlich zusammen mit Avaloq die Tochterfirma Arizon auf, die IT- und Business-Process-Outsourcing für die einzelnen Raiffeisen Banken erbringen wird.
 
Das Projekt zur Einführung der neuen Kernbankenlösung für die Raiffeisen-Banken läuft unter dem schönen Namen Rainbow. Und dieser Regenbogen ist teuer. Man schätzt bei Raiffeisen den Aufwand von 400 bis 500 Millionen Franken. Alleine 2016 wurden 109 Millionen Franken in die neuen Systeme investiert und in der Bilanz aktiviert, so Raiffeisen-Sprecherin Cécile Bachmann.
 
Die Sachaufwendungen 2016 der Bankengruppe, die heute ihre Geschäftszahlen für 2016 veröffentlichte, stiegen verglichen zu 2015 um 40 Millionen Franken, respektive 7,3 Prozent.
 
Erste Pilotbanken gehen per 1.1.2018 mit der neuen Kernbankenlösung live
Raiffeisen-Chef Patrik Gisel ging an der heutigen Bilanzmedienkonferenz auf das Projekt Rainbow ein. Im ersten Halbjahr 2017 will die Raiffeisengruppe die neue Plattform aber auch die einzelnen Banken "ready" für die Einführung der neuen Systeme machen. In der zweiten Hälfte 2017 gibt es dann "Rainbow Fit-Wochen". Zum Jahresübergang sollen dann die ersten mutigen Raiffeisenbanken als Pilotkunden auf das neue System umsteigen. Der Roll-Out der Plattform erfolgt dann im Laufe des Jahres 2018. (hc)