Microsoft baut ARM-Version von Windows Server - für sich selbst

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Berichte, dass Microsoft an einer ARM-Version seines Betriebssystems Windows Server arbeite. Im Rahmen des OCP Summits hat Microsoft nun tatsächlich zusammen mit dem Hersteller Qualcomm eine Windows-Server-Version für ARM-Prozessoren vorgestellt. Der Server-Markt wird von Intel dominiert.
 
Man habe eng mit mehreren Herstellern von ARM-Prozessoren zusammengearbeitet, schreibt Microsoft in einem Blogeintrag. Darunter befindet sich neben Qualcomm auch Cavium. Die Spezifikationen wurden von Microsoft und Qualcomm beim Open Compute Projekt eingereicht.
 
Die ARM-basierten Server sollen zunächst intern eingesetzt werden. Als mögliche Anwendungsbeispiele nennt das Unternehmen Suche und Index, Speicher, Datenbanken sowie Big Data und Machine Learning. Diese Applikationen würden von der hohen Durchsatzgeschwindigkeit der ARM-Prozessoren profitieren.
 
Als weitere Vorteile der ARM-Server nennt Microsoft einerseits das grosse Ökosystem an Herstellern, was eine aktive Weiterentwicklung sicherstelle. Andererseits gebe es eine etablierte Community von Softwareentwicklern, die sich auf ARM spezialisiert haben. Denn für den Einsatz auf ARM-Hardware muss Software angepasst werden.
 
Eine ARM-Windows-Server-Version für die Öffentlichkeit werde es aber in naher Zukunft nicht geben, berichtet 'The Register' von der OCP Konferenz. Es gebe schlicht zu wenig Nachfrage von Unternehmen. (kjo)