Das neue Twint verzögert sich nochmals (Update)

Die mit viel Brimborium angekündigte Schweizer Handybezahl-App Twint verzögert sich weiter. Neuer Starttermin in den Läden sei Juni, sagte Twint-Verwaltungsratspräsident Jürg Weber heute Donnerstag vor den Medien in Zürich.
 
Zuletzt hatten die Verantwortlichen einen Start im April angepeilt. Ursprünglich hätte die App bereits im Januar starten sollen.
 
Das Projekt habe sich als sehr komplex erwiesen, sagte Weber, der auch Chef der Zahlungsverkehrssparte des Finanzinfrastrukturbetreibers SIX ist. Man müsse die IT-Systeme von sieben Banken zusammenführen und auf einen bestimmten Stichtag live schalten. Einzelne Banken hätten das nicht so schnell geschafft wie erhofft.
 
Nun solle Mitte Mai das System parat sein, sagte Weber am Rande der Bilanzmedienkonferenz von SIX im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'sda'. Im Juni sollen dann die ersten 10'000 Bezahlterminals in den Läden aufgeschaltet werden. Bis Ende Jahr sollen die Kunden mit dem Smartphone an 70'000 Terminals mit der Twint-App bezahlen können. (sda/ts)
 
Update 10.3.: Jürg Webers Aussagen an der Pressekonferenz hätten zur Verwirrung geführt, schreibt SIX als Reaktion auf den durch mehrere Schweizer Medien von der 'sda' übernommenen Artikel. Seit der Pressemitteilung vom letzten Dezember, in der der Launchtermin angekündigt worden sei, habe sich nichts geändert, erklärte Twint auf Anfrage von inside-it.ch. Konkret heisst das: Per April 2017 wird es ein Systemupdate geben, das die Integration der Twint-Apps der Schweizer Banken ermöglichen soll und zugleich ein neues Aussehen aufspiele. An der Funktionalität für den User ändert sich damit aber erstmal nichts. In den Wochen darauf würden dann die entsprechenden Apps implementiert. Im Juni soll schliesslich neu der QR-Code auf den Terminals eingeführt werden.