Swisscom profitiert von Betriebsausfall im Kanton Freiburg

Für knapp 3,45 Millionen Franken kommt Swisscom in Freiburg in einem freihändigen Verfahren zum Handkuss. Der Kanton begründet die freihändige Vergabe im Zuschlag mit einem elfstündigen Betriebsausfall am 21. Dezember 2016. "Aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse wird die Beschaffung so dringlich, dass kein offenes oder selektives Verfahren durchgeführt werden kann", schreibt der Staatsrat.

Die Unterbrechung habe die Leistung und Verfügbarkeit der Daten "für alle Staatsangestellten des Kantons Freiburg und der gleichgestellten Anstalten (Freiburger Spital, Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit, Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt, Anstalten von Bellechasse etc.)" betroffen. Da der Betrieb für die Benutzer nur teilweise wiedererstellt werden konnte, sei die "gegenwärtige Situation für den Staat Freiburg ein nicht tragbares Risiko", heisst es weiter.

Swisscom soll nun die Zuverlässigkeit sowie die Robustheit des Betriebes unverzüglich wiederherstellen. Der Ex-Monopolist sei als Lieferant gewählt worden, weil er bereit ist, mit sehr hoher Verfügbarkeit, Ausrüstungen für kritische Missionen anzubieten und dies entsprechend vertraglich zu garantieren. Dort wird man sich jedenfalls freuen, dass diese Qualifikationen auf die Schnelle nur bei einem Anbieter zu finden waren. (vri)