Britische Polizei: Ransomware-Attacken erreichen neues Niveau

Immer mehr Menschen werden Opfer von Ransomware-Attacken via ihre Connected Devices. Sämtliche Geräte mit persönlichen Daten wie Photos, für welche man "Lösegeld" zahlen wolle, geraten nun ins Visier von Kriminellen, die viel "aggressiver agieren".
 
Das ist nicht nur neu, doch interessant ist der Absender: Die Bilanz "Digitale Angriffe erreichen eine nie gekannte Skala und Kühnheit " zieht nämlich kein privatwirtschaftlicher Security-Anbieter, sondern der erste gemeinsame Bericht von zwei britischen Polizeibehörden. Genauer sind es die National Crime Agency (NCA) und das National Cyber Security Centre.
 
Laut 'BBC' beurteilen die Behörden das Ransomware-Risiko als "hoch und grösser werdend" für Firmen, Private und kritische Infrastrukturen.
 
Die Polizisten sehen vor allem die Hersteller in der Zwickmühle. "Ransomware auf Smartwatches, Fitness-Trackern und TVs wird eine Herausforderung für die Hersteller darstellen. Es ist noch unklar, ob diese ihren Kundenservice ausbauen werden, um die Geräte ihrer Kunden zu entschlüsseln und diese zu beraten."
 
Die Grösse des Problems verdeutlicht sich, wenn man weiss, dass laut 'BBC' 2020 rund 21 Milliarden mit dem Internet verbundene Geräte von Unternehmen und Konsumenten genutzt werden dürften. Zudem, bestätigt Donald Toon, Direktor der NCA, sei die Security in diesen Massenprodukten nicht speziell gut. "Und Firmen wechseln oft weder die Basis-Security-Software aus, noch ändern sie das Passwort."
 
Die Kosten von Attacken, so der Polizei-Bericht weiter, würden gegenwärtig vermutlich unterschätzt. (mag)