Chinesen geben Lausanner WayRay neuen Schub

Mit 18 Millionen Franken sind grosse chinesische Firmen beim Lausanner Startup WayRay eingestiegen. Wie viel Geld von dem Autohersteller SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation) und wie viel von dem Internetkonzern Alibaba kommt, wurde nicht konkretisiert. Weiter sind die Waadtländer Spezialisten für holographische AR-Technologie (Augmented Reality) eine Partnerschaft mit dem von SAIC und Alibaba zwar geförderten, aber unabhängigen chinesischen Startup Banma Technologies eingegangen. Hierbei geht es um die Entwicklung eines neuen AR-Navigations- und Infotainment-System, wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Die Holografie-Technik von WayRay adressiert mit dem Internet-verbundene Autos und nutzt die Windschutzscheibe als Medium zur dreidimensionalen Projizierung von Hinweistafeln, anderen Gegenstände am Strassenrand oder Inhalte wie Handy-Nachrichten.
 
Noch in diesem Jahr soll eine Consumer-Version von Navion, dem AR-Navigationssystem vorliegen, und WayRay will erste Verträge mit grossen, globalen Automobilherstellern abschliessen, verspricht Vitaly Ponomarev, Gründer und CEO des Startup.
 
Aus der Partnerschaft mit Banma und in enger Kooperation mit SAIC und Alibaba soll zudem ein AR-HMI (Human Machine Interface) entstehen, dass erweiterte Reality-Navigation erlaubt, Fahrassistent-Benachrichtigungen, ein virtuelles Dashboard und vieles mehr integriert. Als holographisches AR-HUD (Head-Up Display) soll das System 2018 weltweit erstmals in Fahrzeuge verbaut werden.
 
WaRay hatte sich in einer ersten Finanzierungsrunde vor vier Jahren bereits 10 Millionen Franken gesichert und unterhält heute mit über 100 Mitarbeitern neben dem Schweizer Hauptquartier und einem Standort in China, Büros für Verkauf und Marketing in den USA und für Forschung in Russland. (vri)