AHV-Chef: "Beamte dürfen nicht in die IT reinpfuschen"

Der Präsident der Konferenz der kantonalen Ausgleichskassen, Andreas Dummermuth, möchte die AHV einem "Frühlingsputz" unterziehen. Bei einem Ja zur Altersvorsorge 2020 fürchtet er sich aber weniger ums Geld als um die Einmischung in die Informatik durch den Bund.
 
"Hier droht aus meiner Sicht die grösste Gefahr für die AHV: Bundesbeamte dürfen nicht in die Informatik der Ausgleichskassen reinpfuschen", sagte Dummermuth in einem Interview mit der 'Zentralschweiz am Sonntag'. Seit 1948 laufe die Verwaltung tadellos. "Die Kosten sinken, wir sind fünfmal billiger als die zweite Säule." Aber nun plane der Bundesrat Vorgaben für die AHV-Informatiklösungen. "Das lehnen wir entschieden ab, wenn die Vernehmlassung dazu beginnt."
 
Dummermuth schätzt die Kosten für die notwendigen Neuerungen bei der Informatik auf einmalig 50 Millionen Franken. "Das ist ein einmaliger Beitrag von 20 Franken pro Rentner."
 
Eine nächste Grossreform bei der Altersvorsorge erachtet Dummermuth nicht für notwendig. Es seien zwar rasch wieder Reformschritte nötig, aber nur "laufende kleine Anpassungen". (sda/ts)