Panne legt IT der Stadt Zürich lahm (ergänzt)

Eine technische Panne hat am Montag einen grossen Teil der Informatik der Zürcher Stadtverwaltung sowie der Stadtspitäler Triemli und Waid lahmgelegt. Die Websites waren und sind (Stand 17.06) offline und konnten nicht aufgerufen werden. Auch etliche interne Dienste waren betroffen.
 
Wer die Stadtverwaltung über das Internet kontaktieren will, muss sich weiterhin gedulden. "www.stadt-zuerich ist zur Zeit nicht verfügbar. Wir bitten um Verständnis und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch", hiess es während Stunden auf der Website.
 
Ursache der Störung war ein Defekt im Rechenzentrum Hagenholz, wie die Abteilung Organisation und Informatik (OIZ) mitteilte. In der Nacht sei eine zentrale Hardwarekomponente ausgefallen und dies habe dazu geführt, dass das Internet nicht mehr funktionierte, sagte OIZ-Sprecher Martin Otzenberger gegenüber 'sda'. Ein Hacker-Angriff könne auf jeden Fall ausgeschlossen werden.
 
Von der Informatik-Panne betroffen waren auch etliche Computerarbeitsplätze in der Verwaltung. In den Stadtspitälern Triemli und Waid konnten die Patienteninformationen nicht mehr abgerufen werden.
 
Dies führte laut Otzenberger beispielsweise dazu, dass Röntgenbilder nicht mehr am Bildschirm eingesehen werden konnten, sondern - wie früher - von Mitarbeitenden auf die einzelnen Abteilungen getragen werden mussten. Das habe zu Mehrarbeit geführt, die Patienten seien aber nicht gefährdet gewesen.
 
Einsatzzentralen nicht betroffen
Im Verlaufe des Tages habe ein Teil der Computerarbeitsplätze mit Hilfe von Übergangslösungen wieder in Betrieb genommen werden können, sagte Otzenberger. Vom Ausfall nicht betroffen gewesen seien die Blaulichtorganisationen wie Schutz & Rettung und die Stadtpolizei.
 
"Von den IT-Ausfällen sind keine kritischen Einsatzsysteme betroffen. Die Büroarbeit ist aber eher mühsam", twitterte Schutz & Rettung am Nachmittag. Und die Stadtpolizei meldete ebenfalls über den Kurznachrichtendienst: "Sicherheit gewährleistet".
 
Spezialisten waren den ganzen Tag damit beschäftigt, den technischen Defekt zu beheben. Wann die Panne vollständig behoben ist, konnte Otzenberger nicht sagen. (sda/hjm)
 
Die ursprüngliche Meldung von 15 Uhr wurde um 17.10 mit weiteren Informationen ergänzt.