Bundesrat definiert neue IKT-Schlüsselprojekte

An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat fünf zusätzliche IKT-Schlüsselprojekte definiert. Diese werden regelmässig von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) geprüft. Ausserdem habe man im Rahmen der Überprüfung der Umsetzung der Ende 2015 verabschiedeten IKT-Strategie 2016-2019 den Controlling-Bericht mit Stand Ende 2016 zur Kenntnis genommen, teilt der Bundesrat mit.
 
Neu gelten als Schlüsselprojekte die Migration und der Umzug des Informatik Service Center (ISC) vom EJPD wie die Züglete des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation (BIT) vom EFB ins neue Bundes-RZ Campus in Frauenfeld. In die Liste der Projekte oder Programme, die aufgrund ihres Ressourcenbedarfs, ihrer strategischen Bedeutung, der Komplexität, der Auswirkungen und Risiken eine verstärkte übergeordnete Steuerung und Kontrolle erfordern, aufgenommen wurden zudem zwei VBS-Projekte. Es geht um das Projekt Voice System der Armee in der Gruppe Verteidigung und um das "Programm ERP Systeme V/ar" unter Federführung der Gruppe Verteidigung. Neu zählt schliesslich auch das Projekt ASALfutur (Auszahlung von Leistungen der Arbeitslosenversicherung) im SECO als ITK- Schlüsselprojekt.
 
Dem IKT-Controlling-Bericht hat der Bundesrat "messbare Fortschritte in den Bereichen der IKT-Strategie des Bundes" herausgelesen. Konkret werden in einer Mitteilung erwartete Ergebnisse oder ein Nutzen, der zeitnah eintreten soll, in vier Aufgabenfeldern genannt. So seien im vergangenen Jahr das Marktmodell für den Standarddienst GEVER (Geschäftsverwaltung) sowie die Erweiterung des Standarddienstes IAM (Identitäts- und Zugriffsverwaltung) festgelegt worden. Zudem gibt neu das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) systematisch Empfehlungen zur Freigabe von IT-Grossprojekten ab. Weiter vorangetrieben worden sei schliesslich auch die Umsetzung des RZ-Verbunds.

An einem Beispiel werden dann die Ziele der IT-Strategie dargestellt, die aufgrund von Ressourcen-Engpässen weniger konsequent verfolgt werden konnten: "Die verzögerte Verabschiedung der Weisungen zur Unternehmensarchitektur ist ein Beispiel dafür, dass Massnahmen mit relativ hohem Ressourcenbedarf und zeitverschobenem Nutzeneintritt in Zeiten knapper Finanz- und Personalressourcen schwierig umzusetzen sind", so der Bundesrat. (vri)