Stadt-Zürich-IT: Ausfall wegen zuwenig Ausfall

Am Montag kam es in der IT der Stadt zu einem technischen Problem, das den Ausfall der städtischen Websites und einiger Arbeitsplätze verursachte. Noch am gleichen Tag erklärte Martin Otzenberger, Sprecher der Abteilung Organisation und Informatik (OIZ) gegenüber 'sda', dass der Ausfall einer zentralen Hardwarekomponente die Probleme verursacht habe.
 
Dies wiederum führte bei Kommentatoren zur Vermutung, dass möglicherweise bei der Redundanz gespart worden sei. Dies ist aber nicht der Fall, wie Martin Otzenberger mittlerweile gegenüber inside-it.ch erklärte. Bei der betroffenen Komponente habe es sich um ein zentrales Speichersystem gehandelt. Diese Systeme seien nicht nur in sich redundant, sondern zusätzlich über zwei Standorte redundant aufgebaut.
 
Die schöne Redundanz hat aber nicht unmittelbar geholfen, weil sich, um dies Mal so auszudrücken, das Speichersystem nicht dazu bequemte, ordnungsgemäss zu crashen. Die redundanten Systeme sprangen deshalb nicht ein. Nach bisherigen Erkenntnissen, so Otzenberger, fiel die defekte Komponente nämlich nicht vollständig aus: "Die automatischen Umschaltungsmechanismen konnten aufgrund des nicht kompletten Ausfalles nicht greifen. Die Serversysteme erkannten somit den Ausfall nicht, was zu einer Performancereduktion und so zum Serviceausfall führte."
 
Die Analyse der genauen Ursachen sei nun Gegenstand weiterer intensiver Abklärungen, welche die OIZ gemeinsam mit dem Lieferanten durchführe. (hjm)