Die CeBIT will sich 2018 relaunchen

Rechtzeitig zur CeBIT setzte sich in der Messestadt Hannover ein kühl-regnerisches Tief durch. Zudem konnte man in diesen Tagen beobachten, dass das Durchschnittsalter der CeBIT-Besucher bei 45plus liegen dürfte. Und die heutige, zeitliche Nähe zur CES in Las Vegas und dem Mobile World Congress in Barcelona beschränkt die Anzahl Produktpremieren, die man in Hannover besichtigen könnte.
 
Drei gute Gründe, um das CeBIT-Konzept zu hinterfragen. Das haben die Organisatoren getan und die CeBIT soll 2018 sonniger, jünger und premierenlastiger werden. Damit das klappt, wird die B2B-Messe in den Juni verlegt: Sie wird vom 11. bis 15. Juni 2018 stattfinden, neu also fünf Tage dauern. Neben den Ständen in all den Hallen will man das freie Gelände dazwischen nutzen und in einen grossen Digital-Campus für die so genannte "Generation Y" verwandeln.
 
Wenn der neue Termin mal nur nicht mit der Google I/O-Konferenz vom Mai konkurriert oder der Game -Messe E3 oder der Apple- Entwicklerkonferenz WWDC in den USA.
 
Und kultureller will man werden. War 2017 der kulturelle Höhepunkt ein Exklusiv-Konzert der deutschen Indie-Rock-Stars "Sportfreunde Stiller" für Salesforce-Kunden und -Partner, so will die CeBIT nächstes Jahr Raum schaffen für Showcases, Open-Air-Inszenierungen und Parties.
 
Nicht zuletzt soll die CeBIT anders strukturiert werden: Am ersten Tag sollen Topentscheider der Digitalindustrie mit Politikern diskutieren, zugelassen sind sonst nur Medien. An den nachfolgenden drei Tage darf das B2B-Publikum die Messe besuchen und am Schlusstag öffnet man sich dem breiten Publikum.
Überraschen will man die Geeks und die Organisatoren wollen Kontroversen fördern, so die Medienmitteilung. Dies soll dem Wunsch der Millenials entsprechen, mindestens behaupten das diejenigen, die das Generationenkonzept erfunden haben. (mag)