Trumps Schwiegersohn schart Tech-Leader um sich

US-Präsident Donald Trump schafft ein neues Amt mit dem Namen "Office of American Innovation". Die Behörde soll die Bundesbürokratie neu gestalten, sie schlanker und effizienter machen. Es sollen Ideen aus der freien Wirtschaft gesammelt werden und auf die politischen Ziele der Trump-Regierung angewendet werden. Potenziell könnten dem Bericht der 'Washington Post' zufolge auch einzelne Regierungsfunktionen privatisiert werden.
 
"Die Regierung soll wie eine grosse US-Firma organisiert werden", sagt Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten und Chef der neuen Behörde zur Zeitung. Intern werde die Behörde als eine Art SWAT-Team von Beratern betrachtet.
 
Der Innovations-Behörde werden neben Regierungsvertretern eine Reihe von bekannten Figuren aus der Wirtschaft und der IT-Branche angehören. Darunter etwa Apple-CEO Tim Cook, Elon Musk von Tesla und SpaceX, der Salesforce-Chef Marc Benioff, IBM-CEO Ginni Rometty sowie Bill Gates.
 
Das Einbringen von Führungspersonen aus der Tech-Branche habe mit der Auswahl der Initiativen zu tun, um die sich das Amt kümmern könnte, so die 'Post' weiter. Dazu gehören die Modernisierung der IT- und Daten-Infrastruktur sämtlicher Bundesbehörden, die Ausstattung aller US-Bewohner mit Breitbandinternet oder die Neubewertung von Ausbildungsprogrammen. Ebenfalls auf der Agenda der Spezialeinheit steht aber auch die Überarbeitung der Veteranen-Versorgung oder der Drogenmissbrauch in der Bevölkerung.
 
Dem Office of American Innovation steht Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner vor, der direkt dem Präsidenten unterstehen wird. Dieser Entscheid stösst auf viel Kritik, denn der 36-Jährige bringt kaum Erfahrung in der Politik mit und erhalte in dieser Funktion einen nahezu beispiellosen Zugang zum US-Präsidenten, wie 'TechCrunch' schreibt. Das Amt agiere ausserhalb der etablierten Wege des Weissen Hauses, der Behörden und dem Kongress. (kjo)