"Mixed Reality" in Megadimension: Museumseinsatz im Verkehrshaus Luzern

Das virtuelle Schiff im Verkehrshaus Luzern.
In einem Pilotprojekt hat Netcetera im Verkehrshaus Luzern die Potentiale von Mixed-Reality-Lösungen im Museumseinsatz im Grossmassstab vorgeführt. In der Verbindung von einem historischen Objekt und neuster Technik werde die Geschichte realitätsgetreu dargestellt, wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Konkret handelt es sich um das Dampfschiff Rigi, das von 1848 bis 1952 auf dem Vierwaldstättersee verkehrte. Ein Miniaturmodell ist übrigens ebenfalls soeben erst von der 'Luzerner Zeitung' vorgestellt worden. Netcetra hat mit dem Verkehrshaus den Showcase erarbeitet, in dem die Geschichte der 160-jährigen Rigi dank HoloLens und Mixed Reality visuell in Etappen erzählt wird.
 
Ausgewählt wurde das Schiff, weil von dem weltweit ältesten noch existierenden Glattdeck-Seitenraddampfer und dem ältesten noch erhaltenen motorisierten Verkehrsmittel der Schweiz heute nur noch der Rumpf übrig ist. Die digitale Technik hilft nun der Fantasie auf die Sprünge, um sich eine Vorstellung des zunächst als Transportdampfer und dann als Touristenschiff eingesetzten Boots zu machen.
 
Der Begriff Mixed Reality ist zusammen mit der Augmented-Reality-Brille HoloLens eingeführt worden und schafft eine Erweiterung der echten Welt durch dreidimensionale Objekte und Informationen zur räumlichen Situation. So könne "erleben", wer heute vor dem Rumpf steht, wie das Schiff vor 160, 100 oder 80 Jahren ausgesehen hat und zwar in Originalgrösse inklusive begleitender Geräusche aus der jeweiligen Zeit und bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen, heisst es weiter. "Sogar das Innenleben ist einsehbar und leicht verständlich dargestellt mit Animationen, beispielsweise zur Funktionsweise des Antriebs". Netcetera spricht vom weltweit vermutlich ersten Use-Case mit HoloLens bei einer Grösse von über 30 Metern. (vri)