Solothurn hat Alarmzentrale erneuert

Die seit dem Jahr 2001 betriebene Alarmzentrale des Kantons Solothurn ist für rund 2,5 Millionen Franken auf den neusten Stand der Technik gebracht und um einen neuen Sondereinsatzraum neben der Alarmzentrale in der Schanzmühle erweitert worden. Gestern hat der Kommandant der Kantonspolizei (Kapo) Solothurn, Thomas Zuber, die Bekanntgabe der polizeilichen Verkehrsstatistik 2016 genutzt, um die neuen Räumlichkeiten zu präsentieren. Solothurn gehöre zu den wenigen Kantonen, so Zuber, die eine einzige Alarmzentrale für Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr unterhalten.
 
Bekanntlich war nach 16 Jahren die Software veraltet und mehr als die Hälfte der 38 Systeme hatten ihr Lebensende erreicht. Nun ist die technische Infrastruktur auf der bestehenden Server-Landschaft von der hauseigenen IT den neuen Erfordernissen und Möglichkeiten angepasst worden, wie Kapo-Pressesprecher Andreas Mock auf Anfrage mitteilt. Neu sind jeweils drei bis vier Mitarbeiter pro Schicht plus eine Telefonistin und zwei Mitarbeiter der Rettungsdienste rund um die Uhr in Einsatz.
 
An den vergrösserten Arbeitsplätzen, mit dem erneuerten ELS (Einsatzleitsystem) – Pelix von Logobject wurde auf die Version Pelix 4 upgedatet – und einem Web-Client des kantonalen GIS (Geographisches Informationssystem) sind jetzt sechs Bildschirme montiert. Aufträge mit genauen Ortsplänen werden von hier aus auf die Tablets der mobilen Patrouillen übermitteln. Weiter werden in die Alarmzentrale über 160 Kameras die wichtigsten Autobahnabschnitte im Kanton per Video eingespielt. Insgesamt sind 60 Anwendungen im Einsatz, wie die 'Solothurner Zeitung' schreibt. (vri)