"Fairtiq" soll auch im Ostschweizer ÖV den Ticketkauf hinfällig machen

Der Ostschweizer Verkehrsbund "Ostwind" setzt auf die mobile Ticketapp "Fairtiq", berichtet das 'St. Galler Tagblatt'. Bis Ende Mai sind Tests mit ausgewählten Personen geplant, um am 1. Juni die App einführen zu können. Der flächenmässig grösste Schweizer Verkehrsbund stösst damit zu den Tarifverbünden der Regionen Fribourg, Luzern, Bern-Biel-Solothurn, Kanton Zug, Thun und Oberengandin, die die Lösung bereits einsetzen.
 
Hinter "Fairtiq" stehen die Rhätische Bahn sowie die Verkehrsbetriebe Luzern und Freiburg. Die App soll Standortdaten und Bewegungen der Reisenden aufzeichnen, damit diese nach dem Einchecken beliebig oft umsteigen können, ohne ein neues Ticket lösen zu müssen. Am Zielort soll sich der Kunde einfach abmelden können. Die Verrechnung erfolgt dann automatisch am Folgetag.
 
Die Verkehrsbetriebe St. Gallen, die Regionalbahn Thurbo, Bus Ostschweiz, die Appenzeller Bahnen und Regiobus, die zusammen "Ostwind" bilden, beteiligen sich künftig mit einer "tiefen sechsstelligen Pauschale" und einem jährlichen Betrag "im höheren fünfstelligen Bereich" an der Weiterentwicklung der Software, so das 'St. Galler Tagblatt'.
 
Mit der Einführung in der Ostschweiz macht "Fairtiq" einen Schritt nach vorne in der Konkurrenz mit der App "Lezzgo", die von der Berner Bahngesellschaft entwickelt wurde. Diese wird parallel zu "Fairtiq" in den Regionen Fribourg, Luzern und Bern-Biel-Solothurn eingesetzt, sowie exklusiv im Jura. (ts)