Stadt St. Gallen will ein Stück vom RZ Ostschweiz

Vergangenen Herbst fand der Spatenstich für das Rechenzentrum Ostschweiz (RZO) in Gais in Appenzell Ausserrhoden statt. Für den Bau unter der Federführung der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) sind Investitionen in Höhe von 20 Millionen Franken nötig. Wie nun bekannt wurde, möchte sich die Stadt St. Gallen mit vier Millionen Franken am RZ beteiligen. Die Beteiligung in Höhe von 4000 Aktien würde im Anlagevermögen der Stadtwerke St. Gallen (SGSW) aktiviert. Der Stadtrat entscheidet an seiner nächsten Sitzung über eine entsprechende Vorlage.
 
Für die Beteiligung der Stadtwerke und als Gefäss für die gemeinsame Geschäftstätigkeit ist die Gründung einer Aktiengesellschaft, Rechenzentrum Ostschweiz AG (RZO AG), vorgesehen. Die Verkaufsorganisationen von sowohl SAK als auch die SGSW werden die RZ-Dienstleistungen vertreiben. Aufgrund der Zusammenarbeit habe man mehr Mittel für die Vermarktung zur Verfügung. Es wird erwartet, dass das RZO bereits nach fünf bis sieben Jahren Gewinn abwerfen wird.
 
Sobald das RZ in Gais ausreichend ausgelastet ist und der Markt weiterhin positiv beurteilt wird, werde die RZO AG mit der Planung eines zusätzlichen Data Center in der Stadt St. Gallen beginnen. Die Finanzierung erfolge dann entweder über eine Erhöhung des Aktienkapitals oder durch Fremdfinanzierung, wie aus der Vorlage weiter hervorgeht. (kjo)