Trivadis organisiert sich zunächst in Basel neu

Der IT-Dienstleister Trivadis will weg von den starren Strukturen einer von Managern geführten Top-down-Organisation. Konkret baue man dazu jetzt in der Gründungsfiliale in Basel ein Geschäftsmodell auf, dass viel stärker als bisher auf Agilität, Kundenorientierung und Selbstorganisation der Mitarbeiter setzt, erklärt Personalchefin Ana Campos auf Anfrage. Campos, die auch die Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung verantwortet, spricht von einer Kreisorganisation, mit der die bisher in Basel verankerte Arbeit in vier Teams abgelöst werde.
 
Im Sommer dieses Jahres sollen die dafür nötigen neuen Prozesse aufgegleist sein, um sie dann, falls die Erfahrungen positiv sind, möglicherweise in den weiteren fünf Schweizer Filialen von Trivadis sowie den Dependancen in Dänemark und Österreich plus den sechs Standorten in Deutschland einzuführen.
 
Konkret soll die Organisation so auf die Erarbeitung und Bereitstellung der Kundenlösungen ausgerichtet sein, dass beispielsweise bei der Offertstellung oder der Umsetzung jeweils funktionsübergreifende Teams zusammengezogen werden. Gerade weil die Mitarbeiter die Bedürfnisse der Kunden gut kennen, sollen sie stärker als bisher miteinbezogen werden. Weil in der digitalen Business-Transformation dynamische und innovative Lösungen gefragt seien, muss ein hohes Mass an interdisziplinärer Zusammenarbeit ermöglicht werden, ist man bei Trivadis überzeugt. Das Zeitalter, in denen einzelne Bereiche im Unternehmen isoliert voneinander agieren, ist vorbei, heisst es in einer Mitteilung. Auf allen Ebenen wolle man ganzheitlich agieren.
 
Als ersten Schritt wird die Basler Führung an ein Co-Leader-Duo delegiert, das neu aus Benno Leuenberger und Caspar von Stülpnagel bestehen wird. Sie haben dafür zu sorgen, im Dialog mit und unter den Mitarbeitern die beste Lösung für die Kunden zu finden. Campos stellt klar, dass an "die Stelle von starren Stellenbeschreibungen neu dynamische Rollen treten, welche von den Mitarbeitern je nach Kundenprojekt eingenommen werden". Auf herkömmliche Manager werde in Basel verzichtet. Ausserdem werden auch die Büros umgebaut und die Teambüros in Arbeitszonen umgewandelt. Je nach Aufgabe soll sich der Mitarbeiter in der einen oder anderen Zone aufhalten. Und Trivadis plant, wie es weiter heisst, die Türen im Sinne eins Co-Working Spaces nicht nur für Kunden, sondern auch für externe Talente zu öffnen. (vri)