Netrics beteiligt sich an Zulassungs-Spezialisten für Med-Tech

Der Bieler Cloud-Service-Provider Netrics will sich mit seinen Kompetenzen für medizinische Anwendungen noch attraktiver für Kunden aus dem Health-Care-Umfeld machen. Deshalb steige man mit einer "substantiellen Beteiligung" beim ebenfalls in Biel ansässigen Zulassungsspezialisten für Medizinalprodukte Decomplix ein, sagt Netrics-CEO Pascal Schmid zu inside-it.ch, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Mit diesem Schritt baue man den Fokus auf Märkte mit hohen regulatorischen Anforderungen aus, heisst es in einer Mitteilung weiter. Neben dem Bereich Health Care zählt Netrics den Finance-, E-Commerce- und Governmentsektor dazu.
 
Decomplix biete seinen Kunden nun die Möglichkeit an, die Services aus der Cloud von Netrics zu beziehen. Man sei der einzige Provider des Zulassungsspezialisten, so Schmid weiter. Zentral sei in diesem Bereich der regel- und zertifizierungskonforme Betrieb von medizinischen Anwendungen. Das stelle an die Datenhaltung und Datenspeicherung genauso besondere Anforderungen wie an die Compliance. Genau dafür habe sich Netrics qualifiziert und garantiere die absolut zuverlässige und nachweisbare Einhaltung strengster regulatorischer Vorgaben.

Schmid verspricht sich von der Beteiligung natürlich auch Zugang zu neuen Kunden, wie er sagt. Da medizinische Apps und das Internet of Things Einzug in die Medizin halten, ist er entsprechend zuversichtlich. Gemeinsam mit Decomplix könne man dafür eine durchgängige Lösung anbieten.
 
Denn als sogenannter "Legal Manufacturer" verspricht Decomplix den Markteintritt von Medizinprodukten sowie medizinischen Apps und Wearables zu vereinfachen. Immer dann wenn wie etwa bei Schrittzählern cloud-basierte Lösungen ins Spiel kommen, unterstütze man nationale und internationale Hersteller und Anbieter, die Voraussetzungen für die Zulassung ihrer Produkte zügig zu erfüllen, heisst es weiter. Verwiesen wird auf den Zertifizierungsprozess für das in der EU erforderliche CE-Kennzeichen, den Decomplix enorm verkürze: "So werden Markteintrittsschwellen herabgesetzt und Innovationen im medizinischen Bereich kommen deutlich schneller an den Markt". (vri)