Kanton Zug macht wieder einen Schritt bei der ISOV-Ablösung

Bedag Informatik hat sich auch im Kanton Zug den Auftrag zur Anpassung der ZPK-Anwendung (Zentrale Personenkoordination) für den Personendatenaustausch zwischen den Gemeinden und Kantonsbehörden gesichert. Für knapp 2,4 Millionen Franken werden die Berner die heutige ZPK, die Teil der ISOV-Fachanwendungen ist, ablösen, teilt auf Anfrage Stephan Arnold mit. Der Chef des Amts für Informatik und Organisation (AIO) des Kantons Zugs erklärt, dass "die heutige ZPK die gleiche technische Plattform auf iSeries nutzt und wie die anderen ISOV-Anwendungen mit Synon/2 entwickelt wurde".
 
ISOV ist bekanntlich IBMs Gemeindelösungs-Paket, dessen Ablösung immer wieder einmal auch in Zug für Schlagzeilen gesorgt hat. 2013 musste der Kanton ein erstes Projekt zur Einführung einer neuen Software (von IBM) erfolglos abbrechen. Das Debakel kostete nicht nur mindestens 2,8 Millionen Franken, sondern führte auch zu einer Art "Informatik-Aufstand" im Kantonsparlament. Im Mai 2016 musste der Leiter des AIO den Hut nehmen. Zug hat dann Anfang dieses Jahres grünes Licht für die Reorganisation des AIO gegeben und Arnold als neuen Chef installiert.
 
Beim jetzigen Auftrag der Berner E-Government-Spezialisten in Zug kommt wie zuletzt im Kanton Zürich die Software Geres zum Einsatz, erklärt Arnold. Wer auf der Shortlist für den Auftrag stand, will er allerdings nicht sagen. Klar ist, dass mit diesem Zuschlag die IT-Erneuerung des Kantons eine weitere Hürde nimmt. Abgelöst wurde bereits die "frühere Lösung für die Einwohnerkontrolle mit Nest", das im produktiven Einsatz sei, so der AIO-Amtsleiter weiter. Ersetzt habe man auch die bisherige Grundbuchlösung mit Capitastra, fügt er an. Zudem werde im Rahmen des Projekts STELZ (Steuerlösung Zug) bis 2020 Nest als neue Steuerlösung eingeführt. (vri)