Alphabet liefert wieder gute Zahlen

Google-Mutter Alphabet hat auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres wieder kräftig vom boomenden Werbegeschäft auf Mobilgeräten profitiert, wie laut 'Heise' Finanzchefin Ruth Porat in der üblichen Telefonkonferenz mit Finanzanalysten sagte. Umgesetzt wurden 24,75 Milliarden Dollar und damit ein Betriebsgewinn von 6,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 5,4 Milliarden Dollar. Beide Gewinnzahlen waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent höher, während das Umsatzwachstum mit 22 Prozent nur knapp darunter blieb, so die Mitteilung des Konzerns.
 
Damit erwirtschaftete Alphabet in diesem Quartal den zweithöchsten Umsatz und den höchste Reingewinn der Konzerngeschichte, so 'Heise' weiter. Nach dem Bekanntwerden der Zahlen legten die Alphabet-Aktien gestern Abend nochmals um rund vier Prozent zu und durchbrachen erstmals die 900-Dollar-Marke.
 
Ende März beschäftigte Alphabet 74'000 Mitarbeiter. Das sind 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gelebt wird weitgehend von Googles Reklameplatzverkauf, der um 19 Prozent auf 21,41 Milliarden Dollar wuchs. Kaum verändert hat sich dabei übrigens die Umsatzbeteiligung, die Google an Vertriebspartner und Betreiber von Webseiten und Apps ausschüttet. Sie beliefen sich auf 22 Prozent der Werbeeinnahmen oder 4,6 Milliarden Dollar.
 
Um satte 19 Prozent gefallen sind allerdings die durchschnittlichen Einnahmen je Klick auf eine Werbung. Durch den 44-prozentigen Zuwachs der Klickrate, sei das aber ausgeglichen worden.
 
Google erwartet laut dem Bericht, dass das Werbegeschäft weiter wachsen wird, da viele Firmen in aller Welt gerade erst die Werbeplattformen zu nutzen beginnen. So erfreue sich beispielsweise Youtube regen Zulaufs. Täglich schauten die User mehr als eine Milliarde Stunden auf Youtube, wird Google-Chef Sundar Pichai zitiert.
 
Neuerdings werden übrigens nicht nur die Zahlen aus Amerika und Grossbritanien gesondert ausgewiesen. So enthält die geographische Verteilung der Umsätze ab jetzt vier Regionen. Neben den USA mit plus 25 Prozent oder 11,77 Milliarden Dollar steht EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) mit plus 13 Prozent oder 8,09 Milliarden Dollar und die Region APAC (Asien und Ozeanien) mit einem Plus von 29 Prozent oder 3,62 Milliarden Dollar sowie sonstige Länder Amerikas (Kanada, Karibik, Lateinamerika) mit einem Umsatzplus von 34 Prozent oder 1,27 Milliarden Dollar. (vri)