Auch Sunrise erwirtschaftet mit weniger Umsatz mehr Gewinn

Im Zahlenreigen der jüngsten Quartalszahlen legt nun auch Sunrise seine Ergebnisse der ersten drei Monate 2017 vor. Sie sehen ähnlich aus wie bei Swisscom: Weniger Umsatz, aber mehr Gewinn. So sank beim zweitgrössten Telekomanbieter der Schweiz der Umsatz um 3,3 Prozent auf 431 Millionen Franken, doch der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg um 1,4 Prozent auf 141 Millionen Franken. Unter dem Strich wurde ein von sieben auf 13 Millionen Franken fast verdoppelter Reingewinn ausgewiesen.
 
2,3 Prozentpunkte und damit der grösste Teil des Umsatzrückgangs sei, so Sunrise, der von Swisscom, Sunrise und Salt auf Anfang Jahr vereinbarten Senkung der Durchleitungsgebühren im Mobilfunk (Mobilfunk-Terminierungsgebühren) geschuldet und habe zehn Millionen Franken Umsatz gekostet. Wobei die Auswirkungen auf den Gewinn äusserst gering gewesen seien. Dieser habe sich beinahe verdoppelt, weil Abschreibungen und Amortisationen geringer ausgefallen sind und das Finanzergebnis sich verbessert habe, hiess es. Für das Gesamtjahr unterstreicht Sunrise sein Ziel von einem Umsatz zwischen 1,82 und 1,86 Milliarden Franken.
 
Interessant ist, dass Sunrise im Gegensatz zur Swisscom als Nummer eins im Markt beim Festnetzinternet mit 10,7 Prozent und der Festnetztelefonie mit 6,5 Prozent zulegen konnte. Wachstum von 6,5 Prozent gab es zudem bei den Postpaid-Verträgen für Mobilfunkkunden, während die Prepaid-Mobilfunkabos wie bei allen anderen Anbietern rückläufig gewesen sind. (vri/sda)