Zürcher Fintech Centralway eröffnet B2B-Plattform für Banken

Es gibt nun eine neue Vertriebsplattform, "über die Banken ganz neue Kundensegmente erreichen können", teilt das Zürcher Fintech-Startup Centralway Numbrs mit. Es handelt sich um eine B2B-Plattform, über welche Banken ihre Finanzprodukte ab sofort in den Numbrs Store des Fintechs einbinden können.
 
Der Store ist laut Mitteilung die erste Vertriebsplattform für Finanzprodukte in Deutschland, welche bankenunabhängig sei. Er ist zudem Teil der App des Fintechs, die die "beliebteste unabhängige Banking-App in Deutschland" sei und 1,5 Millionen Downloads verzeichne.
 
Den neuen Vertriebskanal zu nutzen, sei aus IT-Sicht ganz einfach: "Keine IT-Kosten. Kein Aufwand. Dank Plug & Play Prozess in kürzester Zeit mit dem Numbrs Store verbunden", wirbt Centralway Numbrs. Die Software passe sich "automatisch an die Schnittstellen der Banken an".
 
Was heisst das konkret? "Wir haben eine Technologie entwickelt, mit der wir die API-Dokumentation der Banken auslesen und die Produkte automatisiert in unseren Numbrs-Store integrieren können. Banken müssen sich also lediglich bei uns registrieren und uns ihre API-Dokumentation zur Verfügung stellen. Den Rest übernehmen wir", antwortet das Startup auf Anfrage.
 
Und wie verdient Centralway Numbrs Geld mit dem Store? Für Leads? Oder gibt es Kickbacks? "Wir erhalten für jeden Produktabschluss eine marktübliche Provision von unseren Bankpartnern."
 
Der Store ist aber nur in Deutschland verfügbar. "Das hat den einfachen Hintergrund, dass wir bisher nur in Deutschland präsent sind", präzisieren die Zürcher. Sie bieten weder eine Bank, noch einen Vergleichs-Service, sondern eine Multibanking-App samt anonymisierter Datenauswertung.
 
Laut eigenen Angaben hat Centralway Numbrs 125 Millionen US-Dollar Investitionskapital im Rücken und beschäftigt 150 Mitarbeitende. (mag)