Temenos entsorgt US-Strategie und zugekauftes Core-System

Als Temenos 2013 TriNovus übernahm, begründete der Genfer Bankensoftware-Hersteller dies damit, dass man in den amerikanischen Markt für Software-as-a-Service eintreten wolle.
 
Im SaaS-Markt will Temenos in den USA auch bleiben, allerdings nicht mit dem TriNovus-Core-System Trinisys. Dieses richtet sich vor allem an kleine Banken, aber laut 'Banking Technology' fliegt es nun aus dem Temenos-Portfolio. Die Genfer fokussieren offenbar auf Banken mit mehr als einer Milliarde Dollar in Assets.
 
Jay Mossman, Temenos-CEO North America, bestätigt laut dem Bericht: "Als Teil unserer US-Strategie haben wir uns entschlossen, dass wir uns auf Banken mit mehr als einer Milliarde US-Dollar an Vermögenswerten konzentrieren, vor allem auf solche mit zehn Milliarden Dollar."
 
Die Kleinbanken, welche die von TriNovus gehosteten Trinisys-Lösung nutzen, müssen den Provider wechseln. 20 haben dies getan, die restlichen zehn werden dazu aufgefordert. Bis im Juni sollen diese den Wechsel vornehmen, anschliessend wird das TriNovus-Core-System vom Markt verschwinden, so Mossmann.
 
Er begründet den Schritt damit, dass der Markt mit kleinen Banken extrem preissensitiv sei und rasch schrumpfe. Temenos rechnet sich im Bereich mittlere und grössere Banken mehr Potential aus.
 
Vor kurzem war gemeldet worden, dass Temenos in den USA Stellen abbaue.
 
Temenos reagierte auf Anfragen von inside-it.ch nicht. (mag)