Swisscom stampft "iO" ein

Schon vor vier Jahren bei ihrem Launch glaubten viele Internetexperten, dass die Messenger-App "iO" von Swisscom keine Chance haben würde, sich gegen die internationale Konkurrenz von WhatsApop und Co. zu behaupten. Dies hat sich nun bewahrheitet. Swisscom stellt seine eigene Gratis-Messenger-App Ende August ein. Die Kunden benutzten heute vor allem WhatsApp, begründet Swisscom heute Mittwoch den Entscheid.
 
Die Anwender von iO erhielten eine Message über das bevorstehende Ende des Dienstes.
 
Zwar sei WhatsApp beim Start von iO schon relativ gut etabliert gewesen, sagt Swisscom-Digitalchef Roger Wüthrich-Hasenböhler in einem auf der Swisscom-Website veröffentlichten Interview. Doch WhatsApp, welches inzwischen Facebook gehöre, sei mittlerweile zu einem weltweiten Giganten geworden. Da die meisten Kunden nur eine Messaging-App nutzten, sei es als Schweizer Firma sehr schwierig gewesen, dagegen anzutreten.
 
Für zehn betroffene Swisscom-Abgestellte werde nach einer internen Lösung gesucht, sagt Wüthrich-Hasenböhler weiter. Es könnte zu einigen Entlassungen kommen. Dafür sei ein Sozialplan vorgesehen. (sda/hjm)