"Radikale Digitalisierung": Der neue Tamedia-CIO soll's richten

Franz Bürgi. Bild: Tamedia
Die Ernennung von Franz Bürgi zum Tamedia-CIO sei eine erste Konsequenz der neuen IT-Strategie, weitere Schritte in Bezug auf Organisation und Projekte sollen folgen.
 
Franz Bürgi wird neuer CIO des Medienunternehmens Tamedia, welches unter anderem den 'Tages-Anzeiger' herausgibt. Von Haus aus Elektroingenieur, kenne er die Medienbranche als CIO der Espace Medien Gruppe. Diese gehört ebenfalls Tamedia. Zuletzt war Bürgi kurz als GL des Quotenmessers Mediapulse tätig, zuvor auch als VP Business Unit Energy Schweiz bei Schneider Electric.
 
Für Bürgi gesprochen habe speziell, so die Mitteilung, seine Erfahrung in der "Gesamtleitung grosser Change-Projekte und technischer Integrationsprozesse mit speziellem Augenmerk auf Organisation und Prozesse".
 
Der bisherige Leiter der Abteilung Corporate IT (Workplaces und ähnliches), Rafael Corvalan, rapportiert ab 1. Juni neu an Bürgi und der Chef des Bereichs IT Publishing (Redaktion, Paywall etcetera), Frédéric Ranger, ebenso.
 
Samuel Hügli, seit vergangenem Sommer CTO und Head Digital Ventures, bestätigt den bisherigen CTO Digital, Thomas Gresch. Dieser werde Franz Bürgi in Sachen Technologie und Architektur beraten, aber weiterhin direkt an Hügli berichten, so die Mitteilung.
 
Die Ernennung des 54-jährigen Bürgi ist eine erste Konsequenz, dass Hügli drei interne IT-Abteilungen zusammenführt. Mit Bürgi schafft er nun eine neue Ebene zwischen sich und der internen IT.
 
Das ist aber noch nicht das Ende der digitalen Transformation des Konzerns, die bislang eher im Zukauf von innovativeren Tech-Unternehmen zu bestehen scheint. Bürgis Ernennung bedeute den Launch der "definierten IT-Strategie mit Fokus auf Digitalisierung und Prozess-Innovation" heisst es und man kündigt Reorganisationen und neue Projekte an. Hügli spricht in der Mitteilung von "radikaler Digitalisierung und Prozess-Reengineering". (mag)