St.Gallens Gever-Umsetzung soll rund acht Millionen Franken kosten

Bis zum Jahr 2024 will der Kanton St.Gallen die Staatsverwaltung einheitlich über die elektronische Geschäftsverwaltung (Gever) abwickeln können. Dazu ist im September 2015 die Gever-Strategie 2015 bis 2024 verabschiedet worden. Im letzten Jahr sind dann für die Umsetzung die Aufträge zur Implementierung etwas überraschend an die Berner 4teamwork und den Betrieb an Abraxas gegangen. In einem ausführlichen Bericht hat die Regierung bereits Anfang April den Kantonsrat darüber informiert, dass das Umsetzungsprojekt über einen Sonderkredit von rund acht Millionen Franken bis Ende 2023 realisiert werden kann. Jetzt teilt der Kanton mit, dass die entsprechende vorberatende Kommission dem Kantonsrat empfohlen hat, sich in der Junisession für diesen Sonderkredit auszusprechen.
 
Interessant ist der Bericht der Regierung, weil er detailliert die Kosten des Gesamtprojektes liefert und sie ausführlich begründet. Budgetiert sind für den Rollout von Gever rund sechs Millionen Franken, für das Vorlagenmanagement-System eine Million Franken und für den Bau eines Gever-Moduls zur Integration des Ratsinformations-System (RIS) ebenfalls knapp eine Million Franken. Der grösste Teil der Kosten fliesst allerdings ins Personal inklusive der nötigen Externen und etwa auch in Lizenzen. Für die eigentliche Technik und die Schnittstellen werden hingegen weniger als zwei Millionen Franken benötigt. Hinzu kommen allerdings noch die Betriebskosten, die sich sukzessive mit der Einführung von immer mehr Ämtern von rund 400‘000 Franken im Jahr 2018 bis zum Endausbau im Jahr 2023 auf 1,45 Millionen Franken jährlich erhöhen. (vri)