U-Blox kauft SimCom doch nicht

Der Halbleiterhersteller U-blox verzichtet auf die Übernahme der Mobilfunkmodul-Produktlinie von SimCom. Trotz grosser Bemühungen der SIM Technology Group und U-Blox habe das ursprünglich vorgesehene Geschäft nicht abgeschlossen werden können, teilte U-Blox heute mit.
 
Der Thalwiler Halbleiterhersteller hatte die Kaufabsicht Anfang Jahr bekannt gegeben. Die Übernahme von Teilen der SimCom Technology Group, darunter Modemprodukte, Patente und Know-how, die Vertriebsmitarbeiter, das F&E-Team mit seinen 150 Mitarbeitern sowie die Kundenbasis von SimCom, hätte 52,5 Millionen Dollar kosten sollen und wäre die bis anhin grösste Akquisition von U-Blox gewesen.
 
Es sei nun aber keine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden worden. Deshalb habe man einvernehmlich entschieden, die Kaufvereinbarung und den Know-how-Transfer-Vertrag mit allen Nebenrechten aufzulösen. U-Blox und die SIM Technology Group würden aber weiterhin gute Beziehungen pflegen und zeigen sich überzeugt, in Zukunft andere Wege für eine Zusammenarbeit zu finden.
 
U-Blox passt Prognose an
Aufgrund dieser neuen Situation hat U-Blox die Prognosen für das Geschäftsjahr 2017 wieder auf den Stand von Mitte Januar gebracht. Demnach wird für das Gesamtjahr mit einem anhaltenden Wachstum in allen Regionen und einem Umsatz zwischen 410 und 425 Millionen Franken gerechnet. Für den Gewinn auf Stufe EBIT prognostiziert das Unternehmen einen Wert zwischen 60 und 65 Millionen Franken. (sd/kjo)