Holpriger Wechsel auf Office 2016 in Ob-/Nidwalden

Das InformatikLeistungsZentrum der Kantone Obwalden und Nidwalden (ILZ) hat den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 vorgelegt. Grundsätzlich könne man von einem guten Ergebnis berichten, heisst es. Der Betrieb der gesamten ICT-Infrastruktur und der Fachanwendungen erreichte wie im Vorjahr eine Verfügbarkeit von 99,7 Prozent.
 
In der heutigen Aufbauorganisation im ILZ gebe es aber in Teilbereichen Mängel. Die Betreuung der Fachanwendungen und der Bereich Projekte müsse getrennt werden. Damit soll der tägliche Betrieb der Anwendungen und die Erledigung von Projektaufgaben verbessert werden, so der Bericht weiter.
 
Engere Zusammenarbeit mit Zentralschweizer Kantonen
Der ILZ-Verwaltungsrat habe sich im vergangenen Jahr mit einer möglichen Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer Kanonen befasst. Diese ermögliche es, die IT-Betriebskosten zu verbessern und die personellen Ressourcen zu optimieren. Man möchte mögliche Szenarien prüfen. Wobei das Anbieten von zentralen ICT-Services, das Bereitstellen von Spezialwissen in Kompetenzzentren und der Betrieb von Fachanwendungen im Zentrum stehe. Die Zentralschweizer kantonalen IT-Dienstleister koordinieren ihre Tätigkeiten über die Zentralschweizer Informatikkonferenz (ZIK). Die ZIK prüfe nun, welche Zusammenarbeitsmöglichkeiten vorhanden sind und wie diese konkret umgesetzt werden könnten.
 
Wegen Office 2016 auf Windows 10 migriert
Vergangenes Jahr war die Umstellung auf Microsoft Office 2016 vorgesehen. Die Planung ging davon aus, dass auf dem bestehenden Betriebssystem Windows 8.1 die Office-Produkte mit Zusatzprodukten deinstalliert und das neue Office mit den Zusatzprodukten wieder installiert werden könne. Als zusätzliche Softwareprodukte nennt das ILZ Officeatwork und ein Records-Management-System. Bei der ersten Pilotumstellung zeigten sich mit diesem Verfahren jedoch sehr viele Fehler, die laut Bericht mit viel Aufwand korrigiert werden mussten.
 
Eine zweite Pilotumstellung mit Windows 10 sei wesentlich besser verlaufen. Mit geringem Aufwand habe man die wenigen Fehler korrigieren können. Aufgrund dieser Erfahrung habe das ILZ entschieden, das Betriebssystem auf Windows 10 umzustellen. Dadurch verzögere sich das Rollout von Office 2016 auf den Frühling 2017.
 
Mit der Umstellung auf Win 10 und Office 2016 strebe das ILZ zudem eine Verbesserung der Stabilität des Records-Management-Systems Open Text eDocs an. Erste Tests würden dies auch bestätigen. Doch, so der Bericht, lasse sich mit diesem Schritt die Usability "leider nicht verbessern".
 
Elektronische Steuerdossiers eingeführt
Als grösstes Projekt im Kanton Obwalden wird für 2017 die Einführung des elektronischen Steuerdossiers genannt. Im Kanton Nidwalden wurde die Einführung des einheitlichen elektronischen Steuerdossiers für das kantonale Amt und die Gemeindesteuerämter im Februar 2016 abgeschlossen, wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht. (kjo)