E-Umzug auch bald in Zug und Uri

Auch die Bewohner der Kantone Zug und Uri können ihren Umzug künftig elektronisch melden. Die Gemeinden der beiden Kantone führen per 1. Juli den E-Umzug ein, wie 'Zentralschweiz am Sonntag' berichtet. Nach Zug und Uri sollen 2018 weitere Kantone in der Zentralschweiz folgen. Gespräche werden in Schwyz, Obwalden und Nidwalden geführt, sagt Herbert Reinecke, der das Projekt für die Schweizerische Informatikkonferenz (SIK) leitete, zur Zeitung.
 
In Luzern wurde die Einführung des elektronischen Umzugs den Gemeinden überlassen, da es im Kanton seit Anfang Jahr kein ordentliches Budget gibt. Ende 2017 oder Anfang 2017 soll der E-Government-Dienst in der Stadt Luzern und vermutlich auch in Kriens, Emmen, Horw und Ebikon ermöglicht werden.
 
In Zürich ist der elektronische Umzug innerhalb der Stadt seit 2013 möglich und per Ende 2016 war der E-Umzug in 144 der 168 Zürcher Gemeinden möglich. Laut E-Government Schweiz steht die Lösung des Kantons Zürich als Verbundslösung auch anderen Kantonen zur Verfügung. Sie soll durch die Organisation eOperations betrieben werden, die im Rahmen eines Projektes von E-Government Schweiz aufgebaut werden. Neben Uri und Zug haben laut E-Government Schweiz auch die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Luzern und Thurgau Interesse an der Verbundslösung.
 
In Zug fallen dem Bericht zufolge Projekt- und Einführungskosten von 37'000 Franken und Betriebskosten von knapp 10'000 Franken an. In Uri koste die Einführung von E-Umzug rund 28'000 Franken. Danach würden 3000 Franken jährlich für den Betrieb anfallen, so Markus Frösch von der Koordinationsstelle für Organisationsentwicklung und E-Government im Kanton Uri zur Zeitung. Der Kanton übernehme die Kosten für die Gemeinden. (kjo)