BIT schreibt Grossauftrag aus

Ab 2018 will das BIT (Bundesamt für Informatik und Telekommunikation) für fünf Jahre an fünf Anbieter in den Bereichen Business Analyse, Requirements Engineering und Lösungsarchitektur Aufträge in Höhe von 50 Millionen Franken vergeben. Gefragt ist Unterstützung in der Form von Aufträgen und wo sinnvoll von Werkverträgen, wobei ein Personalverleih ausgeschlossen wird. Zwar ist der Bedarf laut Ausschreibung in etwa gleich verteilt auf die drei Fachgebiete, doch wird "für mindestens 80 Prozent der anfallenden Aufträge eine signifikante Beteiligung von erhöhter Seniorität (Senior/Expert)" erwartet.
 
Es handle sich um die Anschlussausschreibung von Aufträgen, für die bereits seit Anfang 2014 bis Ende März 2017 über alle Profile und Levels hinweg insgesamt zirka elf Millionen Franken abgerufen worden sind, teilt man beim BIT auf Anfrage mit.
 
Die drei Bereiche seien "mit der Neuausrichtung im 2013 neu aufgebaut" worden und für sie bestünde eine grosse Nachfrage, die jetzt und in Zukunft "nicht alleine durch interne Mitarbeitende des BIT abgedeckt werden" könnte. Ein Zusammenhang der Ausschreibung mit dem seit März bekannten Stellenabbau verneint Sonja Uhlmann-Haenni, Leiterin Direktionsstab und Mediensprecherin BIT im Mail an inside-it.ch.
 
Sie ergänzt, dass es nicht um konkrete Projekte gehe, vielmehr "insbesondere um das Brechen von Auftragsspitzen und nicht um die Beschaffung von fehlendem Knowhow", wie sie betont.
 
DazIT-Unterstützung bis 2026
 
Auch bei der geforderten projektspezifischen Option für den DazIT genannten Transformationsprozess der Eidgenössischen Zollverwaltung besetze man wie in anderen grossen Projekten und Programmen möglichst die Schlüsselpositionen mit internen Mitarbeitenden, um die Arbeiten in den Fachthemen zu steuern, so die Sprecherin weiter. Allerdings würde man "grosses Arbeitsvolumen durch geeignete externe Anbieterinnen abwickeln lassen".
 
Dass bei DazIT Know-how in Sachen Business Analyse, Requirements Engineering und Lösungsarchitektur bis Ende 2026 bezogen wird, erklärt Uhlmann-Haenni damit, dass es sich um ein Programm mit einer Vielzahl von Projekten handelt, welche nicht alle gleichzeitig starten: "Daher macht es Sinn, wenn die ausgeschriebenen Leistungen bis gegen Ende bezogen werden könnten". (vri)