Googles autonome Autokugel kommt von der Strasse

Bild: Waymo
Die markanten Google-Roboterautos aus eigener Entwicklung werden nach rund drei Jahren auf der Strasse ausgemustert. Die kleinen elektrischen Zweisitzer seien von Anfang an zum Experimentieren und nicht für die Massenproduktion gedacht gewesen, betonten Manager der Google-Schwesterfirma Waymo.
 
Waymo konzentriere sich künftig darauf, ihre Roboterwagen-Technologie in Fahrzeuge anderer Hersteller zu integrieren. Aktuell werden über 500 Pacifica-Minivans von Fiat Chrysler damit ausgerüstet.
 
Google hatte ganz eindeutig weitreichendere Pläne für die Elektromobile – so verkündete der Konzern die Absicht, in den Wagen mit der Zeit ganz ohne klassische Steuerelemente wie Lenkrad oder Pedale auszukommen und die Kontrolle ganz dem Computer zu überlassen. Dazu kam es im regulären Testbetrieb nicht: Die US-Behörden betonten, dass sie derzeit noch Lenkräder und Pedale für unverzichtbar halten. Aber zum Beispiel in einer Testfahrt im Jahr 2015 in Austin in Texas war einer der Google-Roboterwagen komplett autonom unterwegs, ohne dass ein Mensch hätte eingreifen können.
 
Insgesamt waren rund 70 Prototypen mit dem Namen "Firefly" auf der Strasse in der Google-Heimatstadt Mountain View sowie in Austin in Texas unterwegs. (sda/ts)