Microsoft und Accenture präsentieren E-ID für Flüchtlinge

Accenture und Microsoft haben ein Netzwerk für den digitalen Identitätsnachweis entwickelt. Die von der UN unterstützte Lösung basiert auf der Blockchain-Technologie und soll die Identifikation von rund 1,1 Milliarden Menschen ohne offizielle Dokumente weltweit ermöglichen – ein Ziel im Rahmen des UN-Projekts "nachhaltige Entwicklung 2030". Dies schreibt Accenture in einer Mitteilung.
 
Die beiden Konzerne haben gestern im UN-Hauptquartier in New York einen Prototypen des Netzwerks vorgestellt. Das Projekt soll etwa Flüchtlingen helfen, ihre Identität zu beweisen, damit sie Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung erhalten könnten. Der Nachweis einer Identität sei entscheidend für den Zugang zu einer breiten Palette von Aktivitäten und Insitutionen wie Bildung, Gesundheitswesen, Abstimmung, Banken, Mobilfunk und Wohnraum, so Accenture der Mitteilung.
 
Die neue Plattform soll existierende "off-chain"-Aufzeichnungen von kommerziellen und öffentlichen Einrichtungen über die Blockchain zugänglich machen. Es könne von überall auf die Daten zugegriffen werden, aber nur, wenn der Identitätsbesitzer dies gewähre. Um Zugriff zu erhalten und die Informationen etwa auf einem Smartphone anzuzeigen, muss sich eine Person biometrisch zum Beispiel mittels Fingerabdruck oder Netzhaut-Scan ausweisen.
 
Accenture erwartet, dass bis 2020 rund sieben Millionen Flüchtlinge aus 75 Ländern im System erfasst sind. (ts)