Vorläufig bleibt bei Glarner IT alles beim alten

An seiner heutigen Sitzung hatte sich das Parlament von Glarus noch einmal mit der im April 2016 an der Landsgemeinde gescheiterten Zusammenlegung der kantonalen und Gemeinde-IT zu beschäftigen. Begraben wurde damals das Vorhaben, via Informatikgesetzt eine neue öffentlich-rechtlichen Anstalt namens "Informatikdienste Glarus" durchzusetzen, die für den Kanton und die Gemeinden sowie die kantonalen und kommunalen öffentlich-rechtlichen Anstalten die ICT-Dienstleistungen erbringen sollte.

Mit diesem zentralen Thema des Informatikgesetzes beschäftigte sich der Landrat nun wohl für längere Zeit zum letzten Mal, indem er Kenntnis nahm von einer Interpellation vom Februar 2017 und deren Beantwortung durch den Regierungsrat im April. Im Landrat gab es dazu noch einmal drei kurze Stellungnahmen aus dem Kreis der Interpellanten und vom Regierungsrat, sagte Ratssekretär Michael Schüepp auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Konkret dürfte der Zusammenschluss der beiden IT-Organisationen damit wohl auf länger vom Tisch sein. Jedenfalls schrieb der Regierungsrat: "Eine erneute Zusammenführung der Informatikinfrastrukturen und -dienste von Kanton und Gemeinden könne aus personellen und zeitlichen Gründen erst mittelfristig geprüft werden".
 
Festgehalten wurde aber auch, dass die umgebaute Glarus hoch3 künftig über eine ähnliche Struktur verfügen werde, "wie sie der kantonale Informatikdienst bereits seit Langem erfolgreich kennt". Das würde "eine allfällige spätere Zusammenführung vereinfachen", so der Regierungsrat. (vri)