Informatec und FHNW entwickeln smarten BI-Assistenten in der Cloud

Informatec, ein Basler Spezialist für Business Intelligence, entwickelt zusammen mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik der FHNW eine auf künstliche Intelligenz gestützten BI-Lösung. Ziel des Projekts sei es, für Schweizer KMUs einen digitalen Assistenten in der Cloud zu bauen. Dieser soll einen Teil der heute von menschlichen Consultants erbrachten Business-Beratungen übernehmen, schreibt Informatec in einer Mitteilung.
 
Ein grosses Hindernis beim Erkenntnisgewinn aus den Datenbeständen von Unternehmen und Organisation bestehe vor allem für KMUs in den hohen Startkosten. Bevor effektives BI betrieben werden könne, müssten die Daten evaluiert, zusammengeführt und mit den Services verbunden werden, was einen hohen Initialaufwand bedeute. Hier soll dereinst der Self-Service Konfigurator für BI-Applikationen von Informatec und FHNW einspringen, der die Daten der Unternehmen für die BI-Lösung zugänglich macht.
 
Aber diese soll schlussendlich mehr können: Der neue digitale Berater mit dem hochtrabenden Namen Smart Business Intelligence Cloud Configurator (SBICC) lerne aus vergangenen Projekten und könne automatisch Muster erkennen, um vergangene Lösungen auf aktuelle Problemstellungen anzuwenden. Dafür werde eine umfangreiche Fallbasis aufgebaut, in der Ergebnisse vergangener Beratungsprojekte gesammelt würden.
 
"Die Realisierung des SBICC in einer Forschungsarbeit zusammen mit der FHNW ist für uns eine grosse Chance und hilft uns massgeblich, unsere Individual-Standard-BI-Plattform iVIEW effektiv weiter zu entwickeln und auf ein nächstes Level zu bringen", lässt sich Oliver Ruf, KTI-Projektleiter bei Informatec, in der Mitteilung zitieren. Auf Anfrage von inside-it.ch erklärt die Firma, dass die einzelnen Funktionen sukzessive in ihre Plattform integriert werden. Man wolle die jeweiligen Fähigkeiten möglichst zeitnah produktiv einsetzen.
 
Unterstützt wird das Projekt von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes. Die Laufzeit ist vorerst auf zwei Jahre festgelegt. (ts)