Viertgrösster Bitcoin-Handelsplatz von Phishing betroffen

Nutzer der südkoreanischen Bitcoin- und Ethereum-Handelsplattform Bithumb sind bestohlen geworden. Nach Berichten des Wirtschaftsmagazins 'Fortune' haben Kriminelle per Phishing eine Datenbank mit User-Informationen vom persönlichen PC eines Bithumb-Mitarbeiters kopiert. Die Angreifer seien in den Besitz von Namen, E-Mail-Adressen und Telefon-Nummern von über 31'800 Usern gekommen. Dies sind etwa drei Prozent der Bithumb-Nutzer.
 
Einige Kunden seien bestohlen worden, indem die Angreifer ein für Transaktionen verwendetes Einweg-Password benutzt hätten, schreibt die Plattform in einer Mitteilung. Die Kriminellen hätten sich als Mitarbeiter von Bithumb ausgegeben und nach dem Passwort gefragt. Der Schaden kann noch nicht genau beziffert werden. Südkoreanische Medien berichten von mehreren zehntausend Dollar.
 
Bithumb hat gegenüber dem auf Blockchain spezialisierten News- und Analyse-Medium 'Brave New Coin' versichert, dass man die Kunden entschädigen werde. Wer indes rechtlich für den Schaden verantwortlich sei, könne man aufgrund mangelnder gesetzlicher Bestimmungen nicht sagen, schreibt das Medium.
 
Über die viertgrösste Bitcoin-Handelsplattform werden täglich Transaktionen in der Höhe von 13'000 Bitcoins abgewickelt, was rund zehn Prozent des globalen Handelsvolumens entspricht. Ausserdem hoste die Plattform den weltweit grössten Ether-Marktplatz, schreibt 'Brave New Coin'. (ts)