ETH Zürich holt weitere IT-Professoren

Die Zürcher ETH baut ihre IT-Kompetenzen weiter aus. Zu diesem Zweck hat sie vier neue Professoren ernannt, beziehungsweise deren Status geändert.
 
Stelian Coros kommt von der amerikanischen Carnegie Mellon University in Pittsburgh neu an die Zürcher ETH. Er wird als Tenure-Track-Assistenzprofessor für Computergestützte Robotik an der Hochschule tätig. Der 35-jährige Wissenschafter ist vor allem im Bereich neuartiger Methoden und Algorithmen zum digitalen Design sowie auf dem Gebiet der digitalen Fabrikation von Robotern aktiv. Zur Prototypisierung sowie zur physischen Realisierung seiner Systeme verwendet er insbesondere 3D-Druckern mit verschiedenen Materialien und Ansätzen, inklusive sogenannter Soft-Roboter.
 
Stefan Feuerriegel wechselt von der Uni Freiburg zur ETHZ als Tenure-Track-Assistenzprofessor für Wirtschaftsinformatik. Der 28-Jährige forscht zur Digitalisierung bestimmter Industrien und den Auswirkungen neuer Technologien aus dem Informations- und Kommunkationsbereich. Er verwendet Daten aus der Realwelt und baut eigene Informationssysteme, die er für Experimente nutzt. Dabei ermögliche es sein Instrumentarium an quantitativen Methoden, neue Muster zu identifizieren und managementrelevante Schlüsse zu ziehen, so die ETHZ.
 
David Steurer, der zurzeit Assistenzprofessor an der amerikanischen Cornell University in Ithaca ist, wird ebenfalls als Tenure-Track-Assistenzprofessor nach Zürich kommen. Der 33-Jährige gelte als Spezialist für grundlegende Fragen der effizienten Berechenbarkeit bezüglich Optimierung und Datenanalyse; also dafür, für ein Problem den bestmöglichen Algorithmus hinsichtlich Effizienz und Lösungsqualität zu ermitteln. Steurer habe nachgewiesen, dass in realistischen Berechnungsmodellen dieser Algorithmus durch die sogenannten Sum-of-Squares-Methode ermittelt werden könne, so die Hochschule.
 
Martin Vechev wird vom Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETZH zum ausserordentlichen Professor für Informatik ernannt. Ein Spezialgebiet des 40-Jährigen ist die Entwicklung paralleler Software, die aufgrund der hohen Verbreitung von Multicore-Prozessoren und Cloud-Computing immer praxisrelevanter werde. Er filtert mit Methoden des maschinellen Lernens riesige – Big Code genannte – Open-Source-Datenbanken und wertet diese aus. Dabei will er laut ETH das automatisierte Programmieren voranbringen. (ts)