Zuger planen Gutscheine auf Blockchain-Basis

Die Zuger Kantonalbank hat zum 150-jährigen Jubiläum den Projektwettbewerb "Ideen für Zug" ausgeschrieben. Das Geldinstitut unterstützt die mittels Publikumsabstimmung und Jury ermittelten Siegerprojekte mit einer Gesamtsumme von 500'000 Franken. Eines der 69 Projekt-Teams will ein Gutscheinsystem auf Blockchain-Basis entwickeln.
 
Mit den sogenannten Chriesi-Talern soll dereinst per Smartphone, Tablet oder Laptop bei Akzeptanzstellen überall in Zug bezahlt werden können. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg: Erst muss eine institutionelle Trägerschaft gegründet und Mitglieder geworben werden. Zudem müssen Geschäfte und Institutionen gefunden werden, die Chriesi künftig akzeptieren. Auf der technischen Seite müssen Benutzer- und Geschäfts-Applikationen entwickelt sowie eine Website und eine sichere Infrastruktur bereitgestellt werden. Mit der Entwicklung wird eine Arbeitsgruppe betraut, die eng mit der Hochschule Luzern und lokalen Technologiepartnern zusammenarbeiten soll.
 
Wie die Initianten das Projekt finanzieren wollen.
Die Initianten des Projekts rechnen mit Ausgaben von rund 260'000 Franken; 55'000 davon für die technische Entwicklung; 78'000 für Marketing und Kommunikation; und schliesslich 127'000 Franken für Projektmanagement und Controlling, wobei hier das Projektoffice – das sogenannte Chriesi-Lab – alleine mit 84'000 Franken zu Buche schlägt. Für das Vorhaben erhofft man sich von der Zuger KB, falls man zu einem der Siegprojekte gekürt wird, einen Zustupf von 50'000 Franken. Der Rest finanziert sich über Eigenleistungen, Sponsoring und Crowd-Funding.
 
Falls die Finanzierung gelingt, soll das Kick-Off im Oktober erfolgen. Im Februar 2018 würde die Produktion des Prototyps begonnen und bereits ab März würden Testläufe durchgeführt, so das Projektteam. Im nächsten Sommer stehe dann offizieller Launch und Pilot-Betrieb an. Im Herbst werde über die Weiterführung entschieden und – wenn alles klappt – in den normalen, selbsttragenden Betrieb übergeleitet.
 
Hinter der Idee stecken Georges Grivas, Informatik-Professor an der HSLU; Luka Müller-Studer, Legal Partner MME Zug und Zürich; Vitus Ammann, Managing Partner Ammann Consulting (ehemals CMO Monetas); Reto Gadient, CEO B.Academy; Patrick Salm, Managing Director Kepler Technologies; Richard F. Zbinden, CEO Software for Corporate Leaders LLE; Ueli Kleeb, Visueller Gestalter und Ausstellungsmacher; und Nicolett Theiler, PR-Frau. (ts)