Nächster Schritt für E-Health-Plattform in Bern und Zürich

Die gemeinsame E-Health-Plattform der Kantone Bern und Zürich nimmt konkrete Formen an: Der Berner Regierungsrat hat 50'000 Franken bewilligt, um sich an der kantonalen Trägerschaft Axsana zu beteiligen. Ziel der Beteiligung ist, dass die Einwohner der Kantone ab 2020 die Möglichkeit haben, ihre Gesundheitsdaten über ein elektronisches Patientendossier zur Verfügung zu stellen, wie der Kanton Bern am Freitag mitteilte.
 
Axsana baut dazu gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Swisscom die erforderliche IT-Infrastruktur auf und wird diese auch betreiben. Für die Beteiligung an der weiteren Anschubfinanzierung des Projekts wird der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Kredit von maximal 1,8 Millionen Franken beantragen. Der Grosse Rat wird darüber voraussichtlich im März 2018 befinden.
 
Zürich ist erfreut
Der Kanton Zürich zeigte sich hocherfreut über den Berner Entscheid. Der Berner Regierungsrat habe damit den eingeschlagenen Kurs noch einmal ausdrücklich bestätigt, teilten die dortige Verwaltung am Freitag mit.
 
Das nicht gewinnorientierte Unternehmen Axsana wird heute zu je fünfzig Prozent vom Kanton Zürich und den Zürcher Leistungserbringern getragen. Neu beteiligen sich Bern und Zürich je zur Hälfte an der Trägerschaft der öffentlichen Hand. Geplant ist, dass sich auch Berner Leistungserbringer einbringen. Auch anderen Kantonen steht eine Beteiligung offen.
 
Eingefädelt hat das Projekt der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg und sein Zürcher Amtskollege Thomas Heiniger. Die beiden Regierungsräte haben im März beschlossen, die Kräfte für ein elektronisches Patientendossier zu bündeln. Anstoss dazu gab das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG), welches im April in Kraft trat und hohe Anforderungen an die Kantone stellt.
 
Der Kanton Bern hat dazu schon Anfang 2016 die BeHealth-Initiative gestartet. Diese soll die Gesundheitsbetriebe beim Aufbau eines E-Health-Netzwerks organisatorisch unterstützen. Auch im Kanton Zürich wurde bereits im Sommer 2014 mit den Arbeiten zur Umsetzung des EPDG begonnen. Dazu wurde im Sommer 2016 unter anderem die Betriebsgesellschaft Axsana gegründet. (kjo/sda)