Mastercard-Umfrage will wesentlichen Nutzen des E-Banking klarstellen

In elf europäischen Ländern inklusive der Schweiz und Russland hat eine Studie von Innofact im Auftrag von Mastercard das Konsumentenverhalten bei der Nutzung digitaler Banklösungen abgefragt. Einige Resultate lassen sich hier herunterladen.
 
Demnach ist herausgekommen, dass durchschnittlich 85 Prozent der Befragten digitale Dienste ihrer Bank nutzen. Genauso viele nutzen diese monatlich und 38 Prozent wöchentlich.
 
Laut Studie spielen Zeitersparnis (70 Prozent) und Komfort (59 Prozent) dabei die grösste Rolle. Weiter unterstreichen die Resultate laut Mastercard, dass einfache und sichere Lösungen für die Bankgeschäfte gefragt seien. Die Nutzer seien gegenüber digitalen Produkten sehr aufgeschlossen, "solange diese ihr Nutzererlebnis verbessern", heisst es in einer Mitteilung.
 
Mehr Italiener als Schweizer interessieren sich für Innovation
In der Schweiz, wo 83 Prozent der Befragten angeben, bereits E-Banking zu nutzen, verwenden es täglich 26 Prozent, wöchentlich 32 Prozent und einmal im Monat 28 Prozent. Die aktivsten Nutzer sind übrigens die Briten (54 Prozent), die Niederländer (51 Prozent) und die Schweden (47 Prozent) mit einer täglichen oder wöchentlichen E-Banking-Nutzung.
 
Neue Lösungen befürworten laut Studie in der Schweiz 53 Prozent, wobei 40 Prozent ihnen neutral gegenüber stehen. Immerhin sieben Prozent geben an, mit dem traditionellen Banking zufrieden zu sein und keine Neuerungen zu wollen. Spitzenreiter beim Interesse für Novitäten sind übrigens Russland (76 Prozent) und Italien (72 Prozent). Nur in den Niederlanden gibt knapp weniger als die Hälfte der Befragten (49 Prozent) an, sich für neue Anwendungen im digitalen Banking zu interessieren.
 
Auch in der Schweiz wird die E-Banking-Nutzung insbesondere mit der Zeitersparnis (71 Prozent) und der einfachen Handhabung (53 Prozent) begründet. Ausserdem mögen 38 Prozent der Schweizer Banklösungen, die von überall nutzbar sind, 28 Prozent nutzen sie wegen der damit einhergehenden Flexibilität und 26 Prozent wegen der möglichen Echtzeitkontrolle.
 
Manche glauben an zusätzliche Bank-Filialen
Interessant dürfte zudem sein, dass hierzulande 74 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass es in zehn Jahren weniger Bankfilialen geben wird. 14 Prozent meinen, es bleibe beim heutigen Bestand, während vier Prozent neue Filialen entstehen sehen, drei Prozent aber glauben, es gebe in der Schweiz in zehn Jahren keine Bankfilialen mehr. (vri)