Open Government Data erhält Zuwachs aus dem Thurgau

Kürzlich hatten wir noch berichtet, dass es an der Teilnahme der Kantone an der 2014 vom Bund verabschiedeten und technisch inzwischen umgesetzten OGD-Strategie (Open Government Data) mangle. Inzwischen ist Bewegung in die OGD-Nutzung gekommen und mit dem Kanton Thurgau ist die Anzahl der Organisationen, die Daten in die ODG-Datenbank einstellen, von Anfang Februar bis heute um sechs auf 36 Organisationen gewachsen. Neben vielen Bundesstellen beteiligen sich auch die Kantone Zürich, Basel Stadt, Genf und St. Gallen.
 
Bei den ersten öffentlich verfügbaren Datenbeständen aus dem Kanton Thurgau handle es sich um derzeit 19 Datensätze aus den Bereichen Umwelt, Geographie, soziale Sicherheit, Finanzen, Bevölkerungszahlen und Politik.
 
Der Regierungsrat des Thurgau will nun die Erfahrungen bei den drei beteiligten Pilot-Ämtern – Amt für Umwelt, Amt für Geoinformation, Dienststelle für Statistik – zur Abklärung nutzen, ob geeignete Datenbestände anderer Ämter offen publiziert werden sollen.
 
Die OGD-Daten sollen bekanntlich ein riesiges ökonomisches Potential bieten, indem sie zur freien Nutzung, Weiterverarbeitung und Weiterverwendung zugänglich gemacht werden. Es verwundert daher nicht, wenn der Thurgauer Regierungsrat sich von der schrittweisen Öffnung der Datenbestände für die Allgemeinheit eine positive Wirkung auf Innovation und wirtschaftliches Wachstum verspricht, wie es in einer Mitteilung heisst. Neben der potentiellen wirtschaftlichen Verwendung der Daten, sieht man im Thurgau übrigens auch die Möglichkeit, mit den aus Steuergeldern finanzierten Datenbeständen via OGD die Transparenz der Verwaltung zu verbessern.
 
Betont wird im Thurgau ausdrücklich, dass "personenbezogene Daten sowie Datenbestände, deren Veröffentlichung nicht im allgemeinen Interesse liegt oder die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse beinhalten", von der OGD-Veröffentlichung ausgeschlossen sind. (vri)