Parlamentarier kriti­sieren Zürcher IT-Strategie

Das Parlament hat Anfang Woche den Geschäftsbericht 2016 des Kantons Zürich inklusive Rechnung diskutiert. Grösstenteils bestünde Einigkeit, doch habe die IT-Strategie des Kantons für Diskussionen gesorgt.
 
Kritisiert worden sei etwa, dass die einzelnen Direktionen mehr oder weniger unkoordiniert vor sich hin arbeiten würden, berichtet die 'Limmattaler Zeitung' ('LZ') von der Debatte. Es sei Zeit für ein Denken, das über den Garten der einzelnen Direktionen hinausgehe, fasst 'SRF' zusammen.
 
Die Verantwortlichen der kantonalen IT würden bei der Einführung neuer Systeme "fast wahnsinnig werden", so Daniel Schwab (FDP) gemäss 'LZ'. Die Umsetzung der IT-Strategie 2008 sei ungenügend, konstatierte Daniel Hodel (GLP) laut 'NZZ'. Zum Schluss, die IT-Strategie des Kantons sei gescheitert kam bereits ein umfassender Bericht von BDO, der Anfang Jahr publiziert wurde. Die Zürcher Ämter würden immer noch ihre eigenen IT-Königreiche betreiben und Synergie- und Sparpotenzial würde vergeben, so zwei Kritikpunkte des 400-seitigen BDO-Berichts.
 
Es brauche eine IT-Strategie, so Christian Hurter (SVP). Nach den Sommerferien werde ein vertiefter IT-Bericht in den Rat kommen. Dieser werde "14 recht brisante Empfehlungen enthalten", sagte er laut 'NZZ' ohne weitere Details zu nennen. In einigen wichtigen Fragen seien sich die Geschäftsprüfungskommission und Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) uneinig. (kjo)