Kommt eine Superbank für Kundendaten?

Die "Superbank", eine unabhängige, zentrale Stelle zur Abwicklung von nicht differenzierenden Bank-Aktivitäten, bleibt auf dem Tisch. Und dies obwohl Börsenbetreiber Six gesagt hat, man könne und wolle eine solche nicht realisieren.

Eine Art Superbank für Kundendaten sei im Gespräch, diese Gerüchte werden nun von Eric Syz bestätigt, Partner der Genfer Bank Syz gegenüber 'Finews.ch'. "Es gibt im Swiss Banking ein Bestreben, die Unternehmen zu öffnen und Prozesse zu vereinheitlichen", sagt der Privatbankier, konkret gehe es um ein zentrales Kundeninformations-Zentrum für Compliance-Abfragen, das er "KYC" nennt.
 
Die Idee dahinter sei, dass Kunden ihre KYC-Daten selbst eingeben und ihre Bank autorisieren, Zugriff auf selbige zu nehmen. Treiber sei eine der Grossbanken zusammen mit mehreren Privatbanken, so Syz.
 
Mehr aber will er nicht sagen, ausser: "Six könnte diese Rolle übernehmen." Ob das auf Gegenliebe stösst? Erst kürzlich hatte Six dem UBS-Chef Sergio Ermotti in Sachen "Superbank" einen Korb gegeben, da sie aus mehreren Gründen "nicht realisierbar" sei. Grundsätzlich aber, so Banken-IT-Experten zu inside-it.ch, bildet die Technologie das geringste Problem-- beim Bau einer Superbank. (mag)